
Der Gewinn im dritten Quartal bricht bei der Münchner Rück fast komplett weg
Die Finanzkrise hat den weltgrößten Rückversicherer, die Münchner Rück besonders hart getroffen. Die Folge ist ein minimaler Gewinn für das dritte Quartal in Höhe von 12 Millionen Euro, nach 1,2 Milliarden Euro im gleichen Vorjahresquartal. Einige Analysten hatten für das dritte Quartal mit einem Gewinn in Höhe von bis zu 129 Millionen Euro geschätzt. Der Grund für den dramatischen Einbruch des Gewinnes ist in den rückläufigen Erträgen aus Kapitalanlagen zu suchen. Auch die beiden Wirbelstürme Gustav und Ike belasteten das Ergebnis der Münchner Rück.
Gleichzeitig scheint die abgegebenen Jahresprognose von deutlich mehr als 2 Milliarden Euro Gewinn scheint damit Makulatur zu sein. Finanzchef Jörg Schneider sagte dazu, dass in der der aktuellen Phase keine belastbare Vorhersage möglich sei. Immerhin liegt der Gewinn der Münchner Rück von Januar bis September bei 1,4 Milliarden Euro.
Abschreibungen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro musste der Konzern auf Aktien durchführen, die aufgrund der Finanzkrise stark an Wert verloren hatten. Gleichzeitig sind die Erträge aus Kapitalanlagen um zwei Drittel auf nur noch 674 Millionen Euro eingebrochen. Die Aktienquote des Konzerns lag per Ende September bei unter fünf Prozent, nach knapp elf Prozent zum Ende des Jahres 2007.
Dennoch plant die Münchner Rück eine Dividende in Höhe von 5,50 Euro für das Jahr 2008 zahlen zu wollen und damit seine Aktionäre für die Treue zu belohnen. Damit könnten sich die Aktionäre bei dem aktuellen Kurs in Höhe von 96,36 Euro auf eine Dividendenrendite von 5,7 Prozent freuen.
Gleichzeitig plant die Münchner Rück das milliardenschwere Aktienrückkaufprogramm weiter fortzusetzen und damit eigene Aktien von der Börse einzusammeln.
Weitere Beiträge, die Sie interessieren könnten:
Schlagworte: Finanzkrise, Muechner Rueck