Für die staatlichen Förderbank KfW wird der Ausflug in die Welt der Privatbanken zu einem teuren Vergnügen. Die Kosten belaufen sich auf mehr als 8,2 Milliarden Euro und ein Ende ist nicht ab zu sehen.
Die staatliche Förderbank KfW muss tief in die eigenen Taschen greifen um die hinterlassenen Löcher deutscher Banken zu stopfen. So belaufen sich die Verluste aus der IKB-Bank auf 8,2 Milliarden Euro. Hinzu kommen weitere Belastungen durch die IBK in den ersten neun Monaten dieses Jahres in Höhe von einer weiteren Milliarde.
Gleichzeitig belastet die KfW die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers, sowie in Beständen gehaltene faule Wertpapiere. Insgesamt verbuchte die KfW in den ersten 9 Monaten einen Verlust von 1,8 Milliarden Euro. Somit sollte es schwer werden in dem aktuellen Jahr einen Gewinn zu erzielen. Da es im vergangenen Jahr, durch die Rettung der IKB schon zu einem Verlust in Höhe von 6,2 Milliarden Euro geführt hatte, steht die Bank unter Druck.
Die IKB ist zwar an einen neuen Investor verkauft worden, dennoch muss die KfW weitere Folgekosten tragen. Durch übernommene riskante Wertpapiere der IKB mussten allein im September 200 Millionen Euro abgeschrieben werden.
Die Verantwortlichen der KfW hatten nicht mit weiteren Belastungen durch die übernommenen Wertpapiere gerechnet.
Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers brachte der KfW einen Verlust im Höhe von 400 Millionen Euro (ein Teil in Höhe von 320 Millionen Euro sind auf eine Überweisung an die bereits Pleite gegangene Bank zurückzuführen).
Auch der in Zahlungsschwierigkeiten gekommene Staat Island drückte bei der KfW mit 200 Millionen Euro auf das Ergebnis. Außerordentliche Abschreibungen auf gehaltene strukturierte Wertpapiere in Höhe von 400 Millionen Euro drückten die KfW weiter in die rote Zone.
Die KfW sieht sich dennoch für die Finanzierung des Mittelstandes in Deutschland gut gerüstet und ist sich der Verantwortung bewusst. Dem Förderauftrag werde die KfW somit nachkommen, so auch der neue Vorstandschef Ulrich Schröder.
Die KfW, die zu 80 Prozent im Besitz des Bundes und zu 20 Prozent der Länder ist, wird im nächsten Jahr rund 20 Milliarden Euro zusätzliche Mittel vom Bund zur Verfügung gestellt bekommen. Mit diesen Mitteln sollen Kredit an den Mittelstand vergeben werden, um neue Investitionen anzukurbeln.
Weiterhin plant die KfW bei Unternehmen aus dem Mittelstand einzuspringen die keine Kredite von den privaten Banken für notwendige Investitionen bekommen.
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