
Kaupthing Kunden brauchen weiterhin Geduld
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat am Wochenende angekündigt, dass die deutschen Kaupthing Anleger das Geld zurückbekommen werden. Dazu sei eine Vereinbarung zwischen Deutschland und Island getroffen worden.
Dennoch sei nicht mit einer schnellen Entschädigung, Ausbezahlung der Guthaben, an die deutschen Kaupthing Anleger zu rechnen.
Herr Jónas Sigurgeirsson, Banksprecher der verstaatlichten Kaupthing Bank hat die Entschädigung der deutschen Kaupthing Kunden zurückgewiesen. „Wir verstehen nicht, warum die deutsche Seite eine Entschädigung über Islands Einlagensicherungsfonds abwickeln will. Das könnte Monate dauern.“ laut Focus Online. Gleichzeitig sagte er dass eine direkte Auszahlung der deutschen Kaupthing Kunden, ohne eine Einschaltung des isländischen Einlagensicherungsfonds wesentlich schneller gehen könnte. Er verstehe daher nicht, warum Deutschland auf die Einschaltung des Einlagensicherungsfonds bestehe.
Diesen Vorschlag habe man bereits in den Verhandlungen zwischen Island und Deutschland vorgetragen.
Bei einem direkten Vorschuss des Kredites über 308 Millionen Euro von Deutschland an die Kaupthing Bank, könnten die Betroffenen innerhalb weniger Tage ausbezahlt werden. Unter Einbeziehung des isländischen Einlagensicherungsfonds könnte sich die Auszahlung über mehrere Monate hinziehen.
Gleichzeitig versicherte der Sprecher der Kaupthing Bank, dass der Hilfskredit des Bundes an Island (an die verstaatlichte Kaupthing Bank) durch die vorhandenen Werte der deutschen Kaupthing-Tochter mehr als gut besichert seien. Es sollten genug Barmittel und Anlagen vorhanden sein um die Einlagen komplett zu besichern.
Die Kaupthing Bank wünsche sich den gleichen Weg der Rückerstattung der Kundengelder wie bei den bereits abgeschlossenen Vorgängen für die Länder Österreich, Norwegen, Schweden und Finnland. Somit werden sich die 30.800 deutschen Kunden der isländischen Kaupthing Bank weiterhin gedulden müssen, bis sie die Einlagen (Tagesgeld, Festgeld) wieder zurück bekommen.
Quelle: Focus Online
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