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Veröffentlicht am November 8, 2008, abgelegt unter Aktuelles   ·   Kommentare (0)

550 000 Metaller im Warnstreik

Bereits über 550.000 Beschäftige im Streik

Bereits über 550.000 Beschäftige im Streik

Die IG-Metall erhöht den Druck gegenüber den Arbeitgebern aus der Metallbranche und ruft zu Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie auf. Seit dem Ende der Friedenspflicht am letzten Sonnabend haben sich bereits mehr als 550.000 Metaller den Warnstreiks angeschlossen um den Forderungen nach mehr Lohn Kraft zu geben.

An dem vorerst letzten Warnstreiktag, gestern, haben erneut über 10.000 Arbeiter aus der Metall- und Elektroindustrie die Arbeit niedergelegt. Damit erhöhte sich die Anzahl der streikenden Beschäftigten seit der Friedenspflicht auf mehr als 550.000. Daher kann auch der Gewerkschaftschef Berthold Huber mit Recht von einer Rekordbilanz sprechen. Dies zeigt dass die Beschäftigten mit großer Entschlossenheit hinter den Forderungen der IG Metall stehen.

Die IG Metall bleibt bei der Forderung nach einer Lohnerhöhung in Höhe von acht Prozent in der aktuellen Tarifrunde. Die Arbeitgeber bieten aktuell eine Lohnerhöhung von 2,1 Prozent plus eine Einmalzahlung in Höhe von 0,8 Prozent eines Jahresgehaltes.

Für die vierte, und kommende, Verhandlungsrunde strebt die IG Metall einen vernünftigen Kompromiss an, Gewerkschaftschef Berthold Huber. Dennoch sei man hart entschlossen den Arbeitskampf fortzuführen. Wenn es zu keinen Einigungen zwischen der IG Metall und den Arbeitgebern kommen sollte, dann könnte mit einem unbefristeten Streik ab dem 17. November gerechnet werden. Die dazu notwendige Urabstimmung könnte am13. November stattfinden.

Gleichzeitig verteidigt Gewerkschaftschef Berthold Huber die angestrebte Lohnerhöhung als Konjunkturprogramm für die Arbeitsplätze. “Es wäre fatal, wenn wir auf eine Nachfrageschwäche mit Lohnverzicht und Konsumverweigerung reagieren würden” so Huber.

Dass man sich auch gütlich einigen kann zeigt ein Blick auf das Maschinenbauunternehmen Pallmann aus Zweibrücken, denn hier konnte die Gewerkschaft einen neuen Tarifvertrag mit einer Lohnerhöhung von 5,2 Prozent unter der Woche abschließen. Dabei handelt es sich um einen Haustarifvertrag der ein positives Zeichen für die anstehenden Tarifverhandlungen setzen könnte.


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